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RSSPrint

Bekennen und Bekenntnis in zwei deutschen Diktaturen

18.09.2019

19:00 Uhr: Gemeindeabend mit Martin-Michael Passauer

Schon von den Anfängen biblischer Erzählung ist uns die Frage nach dem Bekenntnis vertraut. Menschen haben sich erinnert und sich dabei besonders auf das bezogen, wovon ihre Väter und Mütter gelebt haben. Indem Menschen öffentlich aussprechen, wozu sie sich bekennen und wofür sie stehen, sprechen sie aus, was ihnen wichtig und für das Leben unabdingbar ist.

Nicht ohne Grund sagen wir Christen in jedem Gottesdienst offen und öffentlich, woran wir glauben und woher wir unsere Kraft und Hoffnung beziehen. Wir geben gleichsam bekannt, was uns trägt und hält. Verständlicherweise braucht diese Bekanntgabe ihre Verortung in dem Umfeld, in dem wir leben.

Eine wichtige Standortbestimmung der Christen in der DDR war das "Bekennen in der Friedensfrage". Wer von diktatorischen Verhältnissen umgeben ist, die sich möglicherweise nicht mit dem eigenen Glauben verbinden lassen, muss eindeutig reden. Wie eindeutig die Rede der Kirche und der Christen in den Zeiten der Diktatur des Nationalsozialismus und der Diktatur des Proletariates wirklich war, wollen wir gemeinsam entdecken. Möglicherweise könnten diese Entdeckungen für unser Handeln heute richtungsweisend sein.

Zu dieser Spurensuche will der Gesprächsabend am 18.09. um 19 Uhr einladen. Einer der uns für das Gespräch anregen will, ist unser früherer Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer. Er war als DDR-Theologe auch gewählt, in der Zeit von 1996 - 2008 im Sprengel Berlin die lange getrennt lebende Berlin-Brandenburgische Kirche wieder zusammen zu führen.

Wir freuen uns auf seinen und Ihren Besuch.

Manfred Lösch