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Gelebte Demokratie in unserer Kirchengemeinde

In der letzten Ausgabe des Nachrichtenblattes wies ein kurzer Artikel auf die Wahlen des Gemeindekirchenrates im November hin. Diese seien zum Anlass genommen, einmal aufzuzeigen, welche Gremien es in unse-rer Kirchengemeinde gibt, und was ihre Position und Aufgaben sind

Die Grundordnung der Evangelischen Kirche sieht vor, dass alle Entscheidungen in ihr durch demokratisch gewählte Gremien getroffen werden. Das beginnt beim Gemeindekirchenrat und setzt sich fort in Kreis- und Landessynode.

Der Gemeindekirchenrat (GKR) trifft alle wichtigen Entscheidungen über Schwerpunkte des Gemeindelebens und des Gottesdienstes, über Haushalt, Bauaufgaben sowie Personal. Das bedeutet, dass der GKR Sorge und Verantwortung trägt für das Gemeindeprofil, für das geistliche und gemeindliche Leben einer Kirchengemeinde (wie z.B. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, seelsorgerische Begleitung von Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern oder Förderung der missionarischen, diakonischen und ökumenischen Arbeit), der Führung der beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter (Anstellung und Entlassung von Mitarbeitern), Mitwirkung in übergemeindlichen Zusammenhängen (z.B. Kontaktpflege zu anderen Gemeinden, Zusammenarbeit mit diakonischen Einrichtungen, Pflege der Ökumene) sowie Sorge um wirtschaftliche und rechtliche Angelegenheiten (z.B. Bereitstellung von Räumen, Geld und Inventar für die Gemeindearbeit, Entscheidung über die Nutzung von Gemeinderäumen, Bewahrung des baulichen Erbes, Beschluss des Haushaltsplans und Verwaltung des Gemeindevermögens, Verwendung von Kollekten und Spenden). Unser GKR besteht aus 8 gewählten Vertretern, 3 sogenannten Ersatzältesten sowie Pfarrer Juschka und Pfarrerin Albrecht. Die GKR-Mitglieder werden von der Gemeinde auf 6 Jahre gewählt, wobei die Wahlen alle drei Jahre stattfinden, aber immer nur die Hälfte der Mitglieder neu gewählt werden, um eine kontinuierliche Arbeit zu gewährleisten. Der GKR trifft sich einmal im Monat zur Sitzung und begibt sich in jedem Jahr für ein Wochenende auf eine Rüste, um intensiv über Vorhaben zu beraten und Ziele zu stecken. Darüber hinaus gehören einige GKR-Mitglieder verschiedenen Ausschüssen an, die unterschiedliche Aspekte des Gemeindelebens regeln (z.B. Bauausschuss). Die Arbeit des GKR muss sich immer wieder an gesellschaftliche Veränderungen sowie die Richtlinien der Landeskirche anpassen. Dazu gehört es, manchmal auch schmerzliche Entscheidungen zu treffen (z.B. Verkauf des Grundstücks des alten Gemeindehauses im Ilsensteinweg).

Das zweite wichtige Gremium der Gemeinde ist der Gemeindebeirat. Er besteht in unserer Kirchengemeinde aus 35 Vertretern der verschiedenen Gemeindegruppen. Der Gemeindebeirat hat keine Entscheidungskompetenz, sondern er soll den GKR unterstützen (z.B. Informationen aus der Gemeinde einholen, Kirchdienste, Koordinierung der Gemeindearbeit). Die Mitglieder des Gemeindebeirats werden in den einzelnen Gruppen bestimmt, wobei ein GKR-Mitglied nicht dem Beirat angehören darf. Der Beirat trifft sich drei bis viermal im Jahr, davon einmal zusammen mit dem GKR.

Schließlich gibt es noch die Gemeindeversammlung. Sie tritt einmal im Jahr zusammen, wird vom GKR einberufen und vom/von der GKR Vorsitzenden geleitet. Dort wird über die Arbeit des GKR berichtet sowie wichtige Angelegenheiten des kirchlichen und gemeindlichen Lebens erörtert. Außerdem bietet sie Raum für Austausch und Aussprache. Wir als Gemeinde haben also vielfältige Möglichkeiten, die Ausprägung einer Kirchengemeinde und die Ausrichtung der Gemeindearbeit mitzugestalten. Die Arbeit in der Gemeinde ist lebendig, abwechslungsreich und bereichernd, weil Menschen aus unterschiedlichen Motiven zusammenkommen und sich einbringen. Die Einen schätzen die Gemeinschaft, suchen Gott oder haben ihn gefunden, Andere lieben Musik oder möchten sich einfach engagieren und wieder Anderen liegt die Seelsorge am Herzen. Sie Alle können einen Platz in einem der Gremien unserer Gemeinde finden.

Beatrix von Foerster

Letzte Änderung am: 15.11.2019