Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

6. Januar - Epiphanias

Caspar, Melchior und Balthasar waren Weise aus dem Morgenland, die sich aufmachten, einem neu am Himmel aufgegangen und hell leuchtenden Stern zu folgen. Im Gepäck haben sie Weihrauch, Myrrhe und Gold, Geschenke, wie sie im Alten Testament für Könige üblich waren. Die Heiligen drei Könige stehen auch für die drei Kontinente, die damals bekannt waren. Caspar wird als farbiger Afrikaner dargestellt. Er brachte die Myrrhe mit. Melchior hat auf Bildern europäische Gesichtszüge. Sein Name bedeutet „König des Lichts“. Er überreichte das Gold. Balthasar stammte aus Asien und legte an die Krippe von Jesus den Weihrauch. Die Heiligen Drei Könige folgten dem hellen Stern, bis sie am 6. Januar Jerusalem erreichten. Dort gerieten sie in die politischen Ränkespiele von König Herodes, konnten diesen aber ausweichen und gelangten schließlich nach Bethlehem, wo sie Jesus anbeteten und ihre Geschenke übergaben.

Am 6. Januar feiern wir Epiphanias. Epiphanias kommt aus dem Griechischen und bedeutet: „Tag der Erleuchtung“.

Und noch zwei weitere biblische Geschichten verbinden sich mit diesem Tag. Die Taufe Jesu, bei der sich der Himmel öffnete und Gott in der Gestalt einer Taube erschien und Jesus als seinen Sohn benannte, sowie Jesus erstes Wunder bei der Hochzeit von Kana, als er zu vorgerückter Stunde das Fest rettete, indem er Wasser in Wein verwandelte, nachdem der Wein der Gastgeber ausgegangen war. Der Evangelist Johannes weist ausdrücklich darauf hin, dass Jesus mit seinem ersten Wunder seine Herrlichkeit offenbarte.

Erleuchtung, Herrlichkeit und Offenbarwerden eines Glanzes, der wie ein Sonnenstrahl Licht in dunkles Leben bringt, sind eng verwoben mit Epiphanias. Das Symbol des Lichts gelangte als göttliche Führung durch den Morgenstern in die Welt und führte zu Jesus. Jesus ist die menschliche Gegenwart Gottes in der Welt. Gott ist uns durch seinen Sohn erschienen.

Epiphanias ist das älteste christliche Fest und beendet die Weihnachtszeit. Es ist das Fest vom unverhofften Glanz, der unser Leben streift, vom Licht, das uns leitet und das wir weitertragen sollen, wo wir Schatten sehen und Dunkelheit vermuten. Licht, das uns zu Nächstenliebe und füreinander Einstehen auffordert, damit das Leben möglichst vieler Menschen erleuchtet wird.

Beatrix von Foerster

Letzte Änderung am: 03.03.2019