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RSSPrint

Unsere neue Vikarin stellt sich vor

Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, daß sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei…

Max Frisch

Liebe Gemeinde,

meine Reise namens Vikariat begann im September vergangenen Jahres und nun bin ich schon ein knappes halbes Jahr unterwegs. Ich heiße Elisabeth Schulze und werde ab März Vikarin Ihrer Gemeinde sein, mit Frau Pfarrerin Albrecht als Mentorin. Geboren wurde ich in Dresden und wuchs dort in einer Musikerfamilie auf. Das Theologiestudium begann ich in Leipzig, nach dem Vordiplom wechselte ich nach Heidelberg an die Ruprecht-Karls-Universität, um dann nach Berlin zu gehen.

„Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner.“ Frei nach diesem Zitat von Theodor Fontane fühle ich mich unheimlich wohl in Berlin und bin angekommen, sowohl in der Stadt als auch in der Landeskirche. Aber das Reisen blieb weiterhin ein wichtiger Bestandteil meines Lebensweges. Es zog mich nach Japan. Ich studierte in Kyoto für ein Semester am NCC Center for Japanese Religion. Buddhismus, Shinto, Neue Religionen in Japan und Christentum in Japan waren meine Schwerpunkte. Außerdem ergab sich dadurch die Möglichkeit, in einen intensiven interreligiösen Dialog zu treten. Mein Gemeindepraktikum konnte ich aufteilen und war daher zum einen in der Genezareth-Gemeinde in Neukölln tätig, den zweiten Teil absolvierte ich in der deutschen Gemeinde in Tokyo.

Über den interkulturellen und interreligiösen Dialog hinaus war es vor allem die Seelsorge, die mich leidenschaftlich im Theologiestudium motivierte und herausforderte. Fokussiert habe ich mich besonders auf die Gefängnis- und Krankenhausseelsorge. Das Ziel Gemeindepfarrerin begleitete mich dabei stetig. Eine weitere Begleiterin meines Lebens ist die Musik. Ich singe gern, spiele Querflöte und höre/erlebe natürlich gern Musik und gehe gern ins Theater. Genauso wie Sport: Laufen und Fahrradfahren beispielsweise sind mir eine wichtige Energiequelle.

Das erste theologische Examen schloss ich an der Humboldt-Universität ab und arbeitete bis zum Beginn des Vikariats im letzten Jahr im Evangelischen Johannesstift in Spandau. Die erste Station meines Vikariats führte mich in die Johannes-Tews-Grundschule, wo mir Frau Tippelt eine wunderbare Mentorin und Wegbegleiterin ist, ebenso wie die Kinder, die mich immer wieder staunen lassen und mir neue Perspektiven ermöglichen.

„Warum reisen wir?“ Um auszukosten, zu entdecken, was das Leben ausmacht, um zu begegnen! Nun freue ich mich auf die Begegnungen in und um die Johanneskirche.

Herzliche Grüße von Elisabeth Schulze

Letzte Änderung am: 22.05.2018