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RSSPrint

Pfarrerin und Pfarrer

„Nächste Station: Schlachtensee“

Foto Pfarrerin Huang
Pfarrerin Luping Huang

Liebe Gemeinde,

seit einigen Monaten hat die Ansage der S-Bahn für mich zwei Bedeutungen:

Erstens: An der nächsten Station muss ich aus der S1 aussteigen.

Zweitens: Ab 1. April werde ich Pfarrerin in der Gemeinde Schlachtensee sein.

Also, Schlachtensee ist die nächste Station meiner Lebensreise. Um Vorbereitungen auf den Dienst hier zu treffen, bin ich mehrmals diese Strecke entlanggefahren. Oft hat die Bahnansage mich zum Schmunzeln gebracht, weil die Vorfreude auf die Arbeit groß ist.

Mein Name ist Luping Huang. Luping ist Chinesisch, es bedeutet Frieden auf der Reise. Der Name ist ein Segen von meinen Eltern für mich. Als Christin und Christ in einer vorwiegend atheistisch geprägten Gesellschaft und gleichzeitig als Migrantin und Migrant in einer fremden Stadt, erleben meine Eltern in der Stadt Guangzhou, wo ich geboren wurde, eine doppelte Fremdheit. Das ließ meine Eltern am Glauben festhalten und ihre Hoffnung auf Gott setzen. Das Leben ist für sie wie eine Reise, wie es in der Bibel steht: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13,14). In dieser Zuversicht wünschten meine Eltern mir Frieden für meine Lebensreise. Tatsächlich habe ich meinen Frieden auf der Reise durch diese Welt gefunden. Ich habe aber auch erlebt, dass ein Fremdling überall zuhause sein kann. Durch den Glauben an Jesus Christus sind wir als Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt verbunden. Wo Christ*innen sich versammeln, dort fühle ich mich zuhause. Von klein an habe ich das Gemeindeleben schätzen und lieben gelernt.

Vor Schlachtensee hatte ich bereits einige andere Stationen in Deutschland. 2004 bin ich meinem Ehemann nach Berlin gefolgt. Nach dem Theologiestudium an der Humboldt Universität war ich zweieinhalb Jahre in Neuenhagen bei Berlin und in Strausberg als Religionslehrerin tätig. Ich durfte das Vikariat in der Gemeinde Heilig-Kreuz-Passion in Kreuzberg absolvieren. In dieser Zeit habe ich viele kostbare Erfahrungen gesammelt, die mich sehr bereichert haben. Nun komme ich in Ihrer Gemeinde an. Es ist mein Glück, meinen Entsendungsdienst in so einer lebendigen Gemeinde leisten zu dürfen. In den vergangenen Wochen habe ich viele Gesichter in der Gemeinde kennengelernt. Die warme Atmosphäre der Gemeinde, der kompetente Gemeindekirchenrat, engagierte Haupt- und Ehrenamtliche und freundliche Schwestern und Brüder mehrerer Generationen haben mich tief beeindruckt. Ich bin dankbar für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Liebe Gemeinde, mir ist bewusst, dass wir uns als Gemeinde in einer besonderen Zeit befinden, die sicherlich so manche Herausforderungen für uns bereithält, aber auch große Chancen bietet. Ich persönlich werde etwas Zeit brauchen, um die Gemeinde samt ihren Arbeitsbereichen kennenzulernen. Aber ich werde mein Bestes geben, um mich möglichst schnell in die Gemeinde einzuleben und mich einzubringen. Es reizt mich, mit Ihnen gemeinsam auf dem Weg zu sein. Ich freue mich auf Begegnungen mit Ihnen in Gesprächen oder bei geteilter Stille, auf gemeinsames Beraten und Überlegen zukünftiger Vorhaben der Gemeinde.

Eine gesegnete Passions- und Osterzeit wünscht Ihnen mit herzlichen Grüßen,

Ihre Pfarrerin Luping Huang

Pfarrerin Luping Huang
Telefon: (030) 809 022 51 oder über die Küsterei
E-Mail: luping.huang(at)gemeinde-schlachtensee.de

Pfarrerin Sonja Albrecht

Ich bin Jg. 1980, verheiratet mit einem Musiker, gemeinsam haben wir drei Töchter. Geboren und aufgewachsen in Berlin, habe ich in Bielefeld, Leipzig und Berlin Theologie studiert. Schon während meines Studiums hat mich die Frage interessiert, wie Menschen anderswo ihren Glauben leben. So habe ich ein Auslandssemester am United Theological College (UTC) in Bangalore, Indien, verbracht. Außerdem habe ich während eines sechsmonatigen Praktikums beim Reformierten Weltbund in Genf viel über die weltweite Ökumene gelernt.

Von 2007-2009 habe ich in Kyritz in der Ostprignitz mein Vikariat gemacht. Meinen Entsendungsdienst habe ich in den Schöneberger Kirchengemeinden Philippus-Nathanael und Zum Guten Hirten sowie in der Kirchengemeinde Alt-Schöneberg verbracht. Schwerpunkte lagen dabei in der Arbeit mit Jugendlichen sowie mit Kindern und Familien.

Seit 2016 bin ich Pfarrerin der Kirchengemeinde Schlachtensee.

Mein Herz schlägt für die vielen Facetten der Arbeit einer Pfarrerin. Es macht mir Freude, gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen, mit Jungen und Alten und über vielfältige Grenzen hinweg daran zu arbeiten, Räume zu eröffnen, in denen wir mit den Füßen fest auf dem Boden stehen können und zugleich die Weite des Himmels über uns spüren; einladend und offen, fröhlich und ernsthaft zugleich.

Sonja Albrecht

Pfarrerin Sonja Albrecht
Telefon: (030) 788 904 01 oder über die Küsterei
E-Mail: s.albrecht(at)gemeinde-schlachtensee.de

Pfarrerin Albrecht ist in Elternzeit.

Abschied von der Kirchengemeinde Schlachtensee

Liebe Gemeinde,

am Dienstag, den 17. Dezember 2019, hat das Kollegium des Konsistoriums mir die 24. Landesschulpfarrerstelle in Berlin-Mitte übertragen. Somit werde ich die Kirchengemeinde Schlachtensee und den Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf zum 1. Februar 2020 verlassen. Die derzeitigen Konfirmand*innen werde ich allerdings noch bis zu deren Konfirmationen Ende April und Anfang Mai 2020 begleiten.

Die längste Zeit meines bisherigen beruflichen Wirkens war ich als Pfarrer mit dem Religionsunterricht verwoben. Meine erste Stelle bekleidete ich als Kreisschulpfarrer im damaligen Bezirk und Kirchenkreis Zehlendorf. In den letzten sieben Jahren meiner Dienstzeit will ich mich wieder auf die Arbeit in Schulen (Religionsunterricht, Mitgestaltung des Schullebens, Kooperationen mit anderen Fächern, Schulseelsorge), die Entwicklung von religionspädagogischem Material für die Unterrichtspraxis und die Verbindungen von Ortsgemeinden zu nahe gelegenen Schulen konzentrieren.

Der Zeitpunkt eines Wechsels ist für die Gemeinde ungünstig, da eine dauerhafte pfarramtliche Unterstützung erst für April 2020 zugesagt werden konnte. Die  Gemeinde bemüht sich um eine baldige Neubesetzung der zweiten Pfarrstelle. Die Gottesdienstvertretungen und die Übernahme von Taufen, Trauungen und Bestattungen sind für die Monate Februar und März 2020 geregelt.

Im Oktober 2013 begann ich meinen Dienst in der Kirchengemeinde Schlachtensee. Ich habe viel lernen dürfen und hoffe, dass ich ein paar Anregungen und besondere Erlebnisse mit mir  für die Gemeinde zurücklasse. Ich habe gelernt, wie transparent Informationen fließen können, wenn ein guter Geist im Leitungskreis herrscht, wie souverän Menschen in dieser Gemeinde mit Herausforderungen und Konflikten umgehen, wie ich in Auseinandersetzungen sofortige Rückendeckung gefunden habe und welche Kraft in einer Gemeinde steckt, die sich nicht scheut, eigene Ideen zu kommunizieren und Veranstaltungen auf den Weg zu bringen. Ich habe eine Feedback-Kultur erlebt, die nicht verletzend war und eine Offenheit für Veränderungen. Und deshalb vermute ich, dass die im Rahmen der Familienkirche eingeführte Sitzordnung in U-Form längst angenommen worden ist. Auch konnte ich Predigten als Erzählpredigten entwickeln und fand in der Gemeinde Zuspruch und Ermutigung. Und schließlich nahm die Gemeinde die Familienkirche als reguläres Gottesdienstangebot am Sonntagmorgen an. Dafür habe ich mich mit vielen Familien und Unterstützer*innen im höchsten Maße engagiert und ich bin glücklich und stolz auf diese Weiterentwicklung des Konzepts „Familienkirche“, das ich in Schlachtensee mit anderen ins Leben gerufen habe.

Ich will vielen, vielen kreativen, lebendigen und einzigartigen Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern in und um die Gemeinde herum danken. Ich danke den „Säulen“ der Gemeinde, die mich sofort im Oktober 2013 unterstützt und begleitet haben. Ich danke den Alten und Jungen, den Familien und Musizierenden, die mit mir die „Familienkirche“ so erfolgreich gestaltet haben und sich in diesen Gottesdiensten zuhause fühlen konnten. Ich danke den Mitgliedern des Gemeindekirchenrates und des Gemeindebeirates, den Mitarbeitenden und den Gruppenleitenden für  das bereichernde Miteinander. Ich bin vor allem glücklich über das Zusammenwirken mit denen, die sich um die Kinder und die nächste Generation bemühen, die Erinnerungskultur stärken und sich um die diakonische Ausstrahlung aufopferungsvoll kümmern. Nicht zuletzt danke ich den Eltern, die ihre Kinder zur Teilnahme an Kindergottesdienst, Familiengottesdienst und Konfirmandenarbeit ermutigen und bejahen, wenn großartige junge Menschen als Teamer*innen die Jugendarbeit maßgeblich mittragen.

Für alle ermutigenden, mich rührenden Worte zum Abschied danke ich an dieser Stelle von Herzen. Ich staune und werde mich immer in dieser Weise erinnern, wie ich von der Gottesdienstgemeinde die Jahre über getragen worden bin. Was für ein Geschenk!

Mein offizieller Abschiedsgottesdienst findet am 9. Februar um 10:30 Uhr statt. Wenn wir uns zu diesem Gottesdienst nicht sehen können, wünsche ich Ihnen und allen in der Gemeinde Wohnenden die Kraft der Liebe, mit der alle Schwierigkeiten überwunden werden. Gottes lebendiger Geist wird uns gemeinsam vorantreiben, auch wenn wir an verschiedenen Stellen leben und wirken.

Ihr/Euer Michael Juschka

Letzte Änderung am: 01.04.2020