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RSSPrint

Pfarrerin und Pfarrer

Zu allererst: Seelsorger!

Wenn ich meinen Beruf beschreiben müsste, würde ich sagen, dass ich zuallererst Theologin und Seelsorgerin bin. Zum Berufsalltag gehört dann allerdings auch viel Anderes. Organisation, Verwaltungsarbeit, eine unüberschaubare Anzahl von E-Mails, etc. Viele Menschen in der Gemeinde nehmen wahr, dass wir als Pfarrer viel zu tun haben. In einer Gesprächsrunde wurde mir vor einigen Wochen gesagt, dass manche Menschen deswegen davor zurückschrecken, sich mit ihren Anliegen oder Sorgen an Pfarrer zu wenden. „Die haben doch eh schon so viel um die Ohren...“ Ich kann diese Zurückhaltung gut verstehen. Aber ich finde sie schade.

Darum laden mein Kollege Michael Juschka und ich Sie ein: Wenn Sie über Ihren Glauben sprechen wollen, nach Antworten – oder neuen Fragen – suchen, oder einfach mal jemanden brauchen, der da ist und zuhört, wenden Sie sich gerne an uns. Sowohl mein Kollege Michael Juschka als auch ich sind ansprechbar: zwischen Tür und Angel, per E-Mail oder übers Telefon. Nicht immer haben wir sofort Zeit für ein Gespräch, aber wir versuchen immer, möglichst zeitnah einen Termin zu finden. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Sonja Albrecht

Pfarrerin Sonja Albrecht
Telefon: (030) 788 904 01 oder über die Küsterei
E-Mail: s.albrecht(at)gemeinde-schlachtensee.de

Pfarrerin Albrecht ist zur Zeit nicht im Dienst.

Abschied von der Kirchengemeinde Schlachtensee

Liebe Gemeinde,

am Dienstag, den 17. Dezember 2019, hat das Kollegium des Konsistoriums mir die 24. Landesschulpfarrer in Berlin-Mitte übertragen. Somit werde ich die Kirchengemeinde Schlachtensee und den Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf zum 1. Februar 2020 verlassen. Die derzeitigen Konfirmand*innen werde ich allerdings noch bis zu deren Konfirmationen Ende April und Anfang Mai 2020 begleiten.

Die längste Zeit meines bisherigen beruflichen Wirkens war ich als Pfarrer mit dem Religionsunterricht verwoben. Meine erste Stelle bekleidete ich als Kreisschulpfarrer im damaligen Bezirk und Kirchenkreis Zehlendorf. In den letzten sieben Jahren meiner Dienstzeit will ich mich wieder auf die Arbeit in Schulen (Religionsunterricht, Mitgestaltung des Schullebens, Kooperationen mit anderen Fächern, Schulseelsorge), die Entwicklung von religionspädagogischem Material für die Unterrichtspraxis und die Verbindungen von Ortsgemeinden zu nahe gelegenen Schulen konzentrieren.

Der Zeitpunkt eines Wechsels ist für die Gemeinde ungünstig, da eine dauerhafte pfarramtliche Unterstützung erst für April 2020 zugesagt werden konnte. Die  Gemeinde bemüht sich um eine baldige Neubesetzung der zweiten Pfarrstelle. Die Gottesdienstvertretungen und die Übernahme von Taufen, Trauungen und Bestattungen sind für die Monate Februar und März 2020 geregelt.

Im Oktober 2013 begann ich meinen Dienst in der Kirchengemeinde Schlachtensee. Ich habe viel lernen dürfen und hoffe, dass ich ein paar Anregungen und besondere Erlebnisse mit mir  für die Gemeinde zurücklasse. Ich habe gelernt, wie transparent Informationen fließen können, wenn ein guter Geist im Leitungskreis herrscht, wie souverän Menschen in dieser Gemeinde mit Herausforderungen und Konflikten umgehen, wie ich in Auseinandersetzungen sofortige Rückendeckung gefunden habe und welche Kraft in einer Gemeinde steckt, die sich nicht scheut, eigene Ideen zu kommunizieren und Veranstaltungen auf den Weg zu bringen. Ich habe eine Feedback-Kultur erlebt, die nicht verletzend war und eine Offenheit für Veränderungen. Und deshalb vermute ich, dass die im Rahmen der Familienkirche eingeführte Sitzordnung in U-Form längst angenommen worden ist. Auch konnte ich Predigten als Erzählpredigten entwickeln und fand in der Gemeinde Zuspruch und Ermutigung. Und schließlich nahm die Gemeinde die Familienkirche als reguläres Gottesdienstangebot am Sonntagmorgen an. Dafür habe ich mich mit vielen Familien und Unterstützer*innen im höchsten Maße engagiert und ich bin glücklich und stolz auf diese Weiterentwicklung des Konzepts „Familienkirche“, das ich in Schlachtensee mit anderen ins Leben gerufen habe.

Ich will vielen, vielen kreativen, lebendigen und einzigartigen Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern in und um die Gemeinde herum danken. Ich danke den „Säulen“ der Gemeinde, die mich sofort im Oktober 2013 unterstützt und begleitet haben. Ich danke den Alten und Jungen, den Familien und Musizierenden, die mit mir die „Familienkirche“ so erfolgreich gestaltet haben und sich in diesen Gottesdiensten zuhause fühlen konnten. Ich danke den Mitgliedern des Gemeindekirchenrates und des Gemeindebeirates, den Mitarbeitenden und den Gruppenleitenden für  das bereichernde Miteinander. Ich bin vor allem glücklich über das Zusammenwirken mit denen, die sich um die Kinder und die nächste Generation bemühen, die Erinnerungskultur stärken und sich um die diakonische Ausstrahlung aufopferungsvoll kümmern. Nicht zuletzt danke ich den Eltern, die ihre Kinder zur Teilnahme an Kindergottesdienst, Familiengottesdienst und Konfirmandenarbeit ermutigen und bejahen, wenn großartige junge Menschen als Teamer*innen die Jugendarbeit maßgeblich mittragen.

Für alle ermutigenden, mich rührenden Worte zum Abschied danke ich an dieser Stelle von Herzen. Ich staune und werde mich immer in dieser Weise erinnern, wie ich von der Gottesdienstgemeinde die Jahre über getragen worden bin. Was für ein Geschenk!

Mein offizieller Abschiedsgottesdienst findet am 9. Februar um 10:30 Uhr statt. Wenn wir uns zu diesem Gottesdienst nicht sehen können, wünsche ich Ihnen und allen in der Gemeinde Wohnenden die Kraft der Liebe, mit der alle Schwierigkeiten überwunden werden. Gottes lebendiger Geist wird uns gemeinsam vorantreiben, auch wenn wir an verschiedenen Stellen leben und wirken.

Ihr/Euer Michael Juschka

Pfarrer Michael Juschka
Telefon: (033203) 8 26 18 oder über die Küsterei
E-Mail: michaeljuschka(at)gmx.de

Letzte Änderung am: 19.01.2020