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RSSPrint

Der Geist des Prager Frühlings 1968

in der Johanneskirche am 21. August 2018

Am 21. August 2018, dem 50. Jahrestag der Niederschlagung des Prager Frühlings, diskutierten, auf Initiative von Iris Kempe, unter der Moderation von Michael Thuman, Dirk Jordan für die Gemeinde, der Prager Zeitzeuge Michal Reiman und der SPD-Politiker Gerd Weisskirchen über das Ereignis und die Folgen für die Gegenwart.

Dirk Jordan erinnerte mit Fotos an die unmittelbaren Erfahrungen und Erschütterungen der Jungen Gemeinde Schlachtensee in der CSSR. Michal Reiman berichtete in bewegenden Worten über die Reformstimmung des Prager Frühlings mit dem Ziel der Herstellung eines „demokratischen Gesellschaftsmodells mit menschlichem Antlitz“ und über die brutale Zerschlagung dieser Pläne durch die Panzer der Sowjetarmee. Er erinnerte an den Leitgedanken von Alexander Dubček: „Ihr könnt Blumen zerstören, aber nicht den Frühling aufhalten“.

Gert Weisskirchen stellte den Zusammenhang des Prager Aufstandes mit anderen internationalen Ereignissen her, dem 17. Juni 1953 in der DDR, der Ermordung von Martin Luther King im April 1968 („we will get, as a people, to the Promised Land“), Ungarn 1956, Polen 1981, sowie der friedlichen Revolution in der DDR am 9.11.1989.

In der Diskussion wurde vor allem auch an die unterschiedliche Reaktion der Bevölkerung der DDR und der Haltung des Politbüros unter Walter Ulbricht erinnert.Alle Podiumsteilnehmer betonten angesichts der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit Feinden der Demokratie die Notwendigkeit des ständigen Einsatzes aller Bürger für die Erhaltung der Freiheit und der Grundrechte.

Mit einem köstlichen Buffet setzte die Junge Gemeinde Schlachtensee ein Zeichen für die Fortführung von Dialog und Kooperation, die Demokratie erst möglich macht.

Max Dehmel

Letzte Änderung am: 01.10.2018