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RSSPrint

Spendenaktion geht weiter!

In den letzten Monaten hatten Sie reichlich Gelegenheit, am Eingang der Kirche mehr oder weniger bunte Stoffmasken gegen eine Spende zu erwerben. Dank Ihrer großzügigen Spenden ist eine Summe von rund 1.500 Euro zusammengekommen, die größtenteils der Seemannsmission zugutekam. Kleinere Spenden gingen auch an die Tafel, die Arche und an die Kältehilfe.

Gelegentlich wurde ich gefragt, wie ich ausgerechnet auf die Seemannsmission gekommen bin.

Zum einen, weil mein Vater in den 1950’er und 1960’er Jahren zur See Berufsseemann war. Schon damals keine leichte Arbeit und auch heute trotz aller technischen Errungenschaften ein harter und anstrengender Beruf.

Zum anderen, weil die Corona-Pandemie Seeleute in große Not brachte und immer noch bringt. Während der gesamten Corona-Pandemie haben Seeleute die Welt mit Lebensmitteln, Energie und anderen lebenswichtigen Gütern versorgt, ohne dass sie wussten, wann sie zu ihren Familien nach Hause gehen konnten. Hunderttausende von Seeleuten aus aller Welt arbeiten seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie über den Ablauf ihrer ursprünglichen Verträge hinaus an Bord von Schiffen und können oft nicht abgelöst werden. So lange Zeit auf See hat erhebliche Auswirkungen auf das körperliche und geistige Wohlbefinden. Das betrifft umgekehrt die geschätzt 400 000 Seeleute, die derzeit weltweit ohne Job an Land festsitzen.

Die Seemannsmission muss im Moment Probleme regeln, die ihre üblichen Aufgaben übersteigen. Wegen Corona besuchen die Mitarbeiter der Seemannsmission die Seeleute direkt auf den Schiffen. Wenn Seeleute klagen, dass sie ihre Familien seit Wochen nicht mehr gesehen haben, weil es an Bord kein WLAN gibt, um zu skypen, verteilt die Seemannsmission Internetboxen und Internetkarten. Weil die Seeleute keine Einkäufe erledigen können, übernimmt die Seemannsmission das. Und sie bietet gestrandeten Seeleuten Obdach.

All dies verursacht natürlich auch Kosten und so ist die Seemannsmission verstärkt auf Spenden angewiesen. Diese fließen allerdings nicht mehr so wie früher. Darum hatte ich die Idee, mit den selbstgenähten Masken einen kleinen Beitrag zu leisten.

Zwar werden die selbstgenähten Masken aktuell nicht mehr benötigt. Also nähe ich etwas anderes. Am Eingang der Kirche werden Sie in den nächsten Wochen selbstgenähte kleine Täschchen finden, in denen Sie Ihre FFP2-Masken oder medizinische Masken aufbewahren können. Ebenfalls selbstgenähte kleine Kummerschlucker „fressen“ ebenfalls gerne Masken oder den einen oder anderen Sorgenzettel.

Ich bitte Sie: Nehmen Sie die Seeleute mit hinein in ihre Fürbitte und helfen Sie mit Ihren Spenden, die Arbeit der Seemannsmission zu unterstützen.

Sabine Tekir

Bildnachweis:

Alle Fotos: © Sabine Tekir

Letzte Änderung am: 02.03.2021