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RSSPrint

3. November 2019

Der GKR hat mich beauftragt, ihn als „Verantwortliche für die Ätestenwahl“ bei der Vorbereitung der GKR-Wahl in diesem Jahr zu unterstützen. Darunter fallen vor allem formale Dinge, auf die zu achten ist, Beschlüsse, die gefasst und Fristen, die eingehalten werden müssen.

Wann wird gewählt?

Die Wahl wird am 3. November stattfinden. Wie auch in den vergangenen Jahren werden im Mahnmalraum unserer Kirche Wahlkabinen aufgebaut sein. Den ganzen Tag über – mit Ausnahme der Gottesdienstzeit – wird die Gemeinde dort ihre Stimmen abgeben können. Selbstverständlich wird es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit der Briefwahl geben. Ab 18 Uhr findet dann die öffentliche Auszählung statt.

Wahlvorschläge können bis zum 19. August abgegeben werden, wobei jeder Vorschlag von 10 Gemeindegliedern, die die Kandidatur der betreffenden Person unterstützen, unterschrieben sein muss. Der Gemeindekirchenrat prüft die Vorschläge anschließend und stellt bis zum 9. September einen Gesamtwahlvorschlag auf, der dann der Gemeinde bekannt gegeben wird. Im Nachrichtenblatt von Oktober werden sich die Kandidaten vorstellen. Im Anschluss an den Gottesdienst am 27. Oktober gibt es die Möglichkeit, sie in einer Gemeindeversammlung persönlich kennenzulernen. Die Eindrücke der Kandidaten werden also noch frisch sein, wenn dann eine Woche später gewählt wird.

Wer wird gewählt?

Der Gemeindekirchenrat unserer Gemeinde besteht neben Pfarrerin Albrecht und Pfarrer Juschka aus 8 gewählten Ältesten und 3 gewählten Ersatzältesten. Die Wahl findet alle drei Jahre statt, wobei bei jeder Wahl immer die Hälfte der Ältesten für jeweils sechs Jahre neu gewählt werden. In diesem Jahr sind also 4 Älteste und 3 Ersatzälteste neu zu wählen, wobei die derzeit Amtierenden selbstverständlich erneut kandidieren dürfen.

Einige Worte zu den Ersatzältesten: In unserer Gemeinde nehmen die Ersatzältesten an allen Sitzungen, Diskussionen und Beratungen gleichberechtigt teil. Lediglich an Abstimmungen dürfen sie nur dann teilnehmen, wenn ein bzw. mehrere Älteste fehlen. Natürlich kommt es immer wieder vor, dass Älteste aus beruflichen oder privaten Gründen nicht ihre gesamte Amtszeit von 6 Jahren zur Verfügung stehen können. In einem solchen Fall rücken Ersatzälteste dauerhaft nach.

Neu ist in diesem Jahr, dass das Wahlgesetz unserer Landeskirche zum ersten Mal die Wahl von Jugendlichen ab 16 Jahren zulässt. In unseren Gemeindekirchenrat können maximal zwei 16-18jährige als Älteste gewählt werden. Der amtierende Gemeindekirchenrat sieht das als große Chance. Geändert wurde auch, dass wahlberechtigt nun alle mindestens 14-jährigen Gemeindeglieder sind – unabhängig davon, ob sie bereits konfirmiert sind oder gerade den Konfirmandenunterricht besuchen.

Warum wird gewählt?

Der Gemeindekirchenrat ist das Leitungsgremium der Gemeinde. Ihm obliegen finanzielle und personelle Entscheidungen, das Thema Bau und sonstige kleinere und größere organisatorische Fragen. Dabei geht es immer darum, den Rahmen für ein vielfältiges und lebendiges Gemeindeleben zu schaffen.

Darüber hinaus prägt der Gemeindekirchenrat auch in theologischer Hinsicht die Gemeinde, etwa wenn Beschlüsse über die Liturgie oder neue Gottesdienstformen gefasst werden. Die Entscheidungen und Impulse des Gemeindekirchenrats können durchaus richtungsweisend sein.

Ein schönes Beispiel für einen wegweisenden Gemeindekirchenratsbeschluss stammt aus dem Jahr 1949. Die Gemeinde war gerade selbständig geworden und erhöhte im Vorfeld der 1950 anstehenden Wahl die Zahl ihrer Ältesten auf sieben. Im Beschluss heißt es weiter: „Auch Frauen sollen im Gemeindekirchenrat vertreten sein, aber in dem Verhältnis von vier Männern und drei Frauen.“ Wie auch immer das „aber“ gemeint war, mit dieser Frauenquote war Schlachtensee seiner Zeit definitiv weit voraus.

Vielleicht werden in 70 Jahren Menschen die Gemeindekirchenratsbeschlüsse unserer Zeit lesen. Es wäre doch schön, wenn angesichts der vielen Fragestellungen, mit denen sich unsere Gesellschaft konfrontiert sieht, auch dann jemand sagen könnte: Mensch, waren die damals modern!

In diesem Sinne: Gestalten Sie mit! Denken Sie darüber nach, wer für das Amt geeignet sein könnte oder stellen Sie sich selbst zur Wahl.

Für Fragen stehen Ihnen Pfarrerin Albrecht, Pfarrer Juschka, unsere Ältesten oder auch ich selbstverständlich zur Verfügung.

Friederike Wehnert

Letzte Änderung am: 21.08.2019