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Amnesty International

Kennzeichen einer Gemeinde und ihrer Glieder ist, dass sie wach und aufmerksam sind. Kirche und entsprechend Gemeinden tragen ein Stück Weltverantwortung, nicht die einzelne Gemeinde, sondern Gemeinden in einem lebendigen, weltweitem Netzwerk. Wir in Schlachtensee versuchen das so zu leben, dass wir uns um Flüchtlinge kümmern, die hier gestrandet sind. Wir wissen aber auch, dass es neben den hilfsbedürftigen Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung Gefolterte, Gequälte und zu Unrecht Angeklagte in der weiten Welt gibt, für die wir uns einsetzen wollen. „Amnesty International“, die den meisten unter uns bekannte Menschenrechtsorganisation, macht sich regelmäßig zum Sprachrohr solcher Menschen. So stellen sie jeden Monat einen Mann oder eine Frau als „Gefangene des Monats“ vor. Dazu wird die Anschrift eines dafür Verantwortlichen im Verfolgerstaat genannt mit der Bitte, kurze, höfliche Briefe an die entsprechende Person zu schreiben. In den monatlich neuen „Briefe gegen das Vergessen“ kann man erfahren, dass solche Briefe Gehör finden und so Menschen tatsächlich gerettet werden.

Bis vor einigen Jahren haben wir uns in Schlachtensee an der Aktion beteiligt. Frau Helga Fischer, die heute in einem Pflegeheim lebt und nach wie vor in Gedanken mit uns verbunden ist, hat jahrelang die Briefaktion bei uns betreut. Wir sind wohl irgendwann ermüdet. Jetzt aber dachten Menschen aus der Gemeinde: Leute wacht wieder auf! Daraufhin hat der GKR beschlossen, die Traditon wieder aufzunehmen: am 1. Sonntag des Monats wird im Gottesdienst eine Gefangene des Monats vorgestellt und unserer Fürbitte empfohlen. Es wird ein Vorstellungsblatt ausliegen und ein Musterbrief, den man übernehmen und versenden kann. Wir wollen ein Jahr lang versuchen, auch in dieser Hinsicht wach zu bleiben und so unsere Verantwortung in der Welt wahrzunehmen.

Peter Welten

Letzte Änderung am: 03.04.2019