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RSSPrint

Chorkonzert am 1. Advent

03.12.2017

17:00 Uhr: Werke von J. S. Bach und C. Saint-Saëns

Werke:

Johann Sebastian Bach: Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“, BWV 61,
Text: Martin Luther

Camille Saint-Saëns: Oratorio de Noël, Opus 12

Mitwirkende:

Caroline Seibt, Sopran

Eleni Lamoureux, Mezzosopran

Judith Kamphues, Alt

Chris Bradley, Tenor

Jakob Ahles, Bass

Una Cho, Orgel

Kammerorchester

Gemeindechor Schlachtensee, Kantorei Nikolassee

Igor Schestajew, Leitung
 

Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €


Johanneskirche Schlachtensee, Matterhornstraße 37/39, 14129 Berlin

Barrierefreier Zugang


Am 1. Advent musizieren zum ersten Mal zwei Chöre - der Gemeindechor Schlachtensee und die Kantorei Nikolassee - unter der Leitung von Igor Schestajew zusammen beim Adventskonzert. Die Kantate ,,Nun komm, der Heiden Heiland‘‘ BWV 61 von Johann Sebastian Bach und das Oratorio de Noël op. 12 von C. Saint- Saëns werden erklingen.

Mit Martin Luthers Adventslied ,,Nun komm, der Heiden Heiland‘‘, einer Verdeutschung des altkirchlichen Hymnus ,,Veni redemptor gentium‘‘, hat Bach zwei seiner Kantaten eröffnet. Die von uns aufgeführte Kantate gehört in die Weimarer Schaffenzeit. Der heute weniger bekannte, aber damals als einer der adventlichen Hauptlieder hochgeschätzte Choral ist von Bach außerdem für mehrere Orgelbearbeitungen herangezogen worden. Sehr charakteristisch für Bachs frühe Schaffenszeit trägt die Formenwelt den Reiz jugendlicher Gestaltungskraft. Dies gilt besonders für den Eröffnungssatz (,,Ouverture‘‘), der in überaus kühner Weise den traditionsgebundenen Choral unter das moderne Instrumentalgesetz der Französischen Ouverture stellt. Besonders fesseln das Bass-Rezitativ über die Offenbarungsworte und die anschließende Sopranarie, die das ,,Öffnen des Herzens‘‘ als Antwort auf das Anklopfen des Heilands in adventsfreudige Melodik kleidet.

Camille Saint-Saëns (1835-1921) ist - nach Berlioz - der wohl bedeutendste französische Komponist des 19. Jahrhunderts. Einen Namen hat er sich auch als Organist und Pianist gemacht. Die Kirchenmusik nimmt in seinem umfangreichen Gesamtschaffen nur einen relativ geringen Raum ein. Neben einer Messe und einem Requiem, neben Motetten und anderen Gesängen hat er vier Oratorien geschrieben, darunter das Oratorio de Noël. Es entstand Ende der 1850er Jahre, war 1860 abgeschlossen und wurde am 15. Dezember 1869 in der Pariser Kirche La Madeleine, deren Organist Saint-Saëns von 1856 bis1877 war, zum ersten Mal aufgeführt.

Thomas Kohlhase schreibt in seinem Vorwort zum Oratorio de Noël im Carus-Verlag: „Saint-Saëns‘ Stil gilt als konservativ und traditionsbewußt. Seine Musik offenbart jene Züge, die als typisch französisch gelten können: Klarheit und Übersichtlichkeit der Proportionen, verhaltene Expressivität der Sprache, Eleganz der melodischen Linien sowie eine noble und reizvolle Harmonik. In diesem Frühwerk ist Saint-Saëns‘ Sprache noch wenig charakteristisch. Ihr weicher Klassizismus erinnert zuweilen an Mendelssohn. Dem gesamten Werk eignet eine verhaltene, lyrische Stimmung. Nur manchmal (wie in Nr. 6) schlägt es dramatische Töne an.”

Zu diesem Adventskonzert laden wir Sie ganz herzlich ein!

Der Vorverkauf beginnt am 1. November. Man kann die Karten im Gemeindebüro bestellen oder kaufen.

Ihr Igor Schestajew

Flyer herunterladen (PDF 1,9 MB)