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AG Spurensuche

Unsere Nachbarn verfolgt als Juden

Nach der Beseitigung der Kriegsschäden und der Renovierung der Kirche wurde 1960 das Kriegerdenkmal im Vorraum der Kirche durch ein Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ersetzt. In der Gemeinde hatte es einen heftigen Streit darüber gegeben, ob auch der »gemordeten Juden« gedacht werden soll, was letztendlich geschah.

Im Zusammenhang mit der Vorbereitung des 100jährigen Jubiläums der Johanneskirche 2012 wurde deutlich, dass es in der Gemeinde kaum Kenntnisse über die im Mahnmal erwähnten »gemordeten Juden« in Schlachtensee gab. Das war Anlass für die AG Spurensuche, sich um Informationen über das Leben unserer Nachbarn, die von den Nazis als Juden verfolgt worden waren, zu kümmern.

Inzwischen sind uns 60 Namen von Schlachtenseern im Bereich der Kirchengemeinde bekannt, die unter den Nazis als Juden galten und zu Tode kamen. Für einige von ihnen haben wir die Verlegung von Stolpersteinen schon veranlassen können, u.a. für die damaligen Gemeindemitglieder Reinhold Strassmann in der Ahrenshooper Zeile 35 und Friedrich Rudolf Guttstadt im Reifträgerweg 19. Insgesamt liegen jetzt vor 9 Häusern 24 Stolpersteine.

Wir treffen uns alle zwei oder drei Monate und kündigen unsere Termine auf der Homepage der Gemeinde an.

Unser nächstes Treffen findet am
Donnerstag, dem 5. Oktober 2017 um 19 Uhr

im Gemeindehaus, Matterhornstr. 39, statt.

Wir freuen uns über alle, die aktiv an der Arbeit der AG Spurensuche teilnehmen wollen und laden Sie dazu herzlich ein.

Kontakt: Dirk Jordan
E-Mail: schlachtensee und dann @jordandirk.de


Die bisher uns bekannt gewordenen Schlachtenseer, die unter den Nazis als Juden verfolgt wurden haben wir in einer Liste zusammengetragen, die alphabetisch bzw. nach den Wohnorten sortiert ist.

Namensliste

Wir haben auch einen Stolpersteinrundgang rund um die Johanneskirche erarbeitet, der als Broschüre im Gemeindebüro erhältlich ist oder den Sie sich hier ansehen können.

Straßenliste

Schlachtenseekarte

Für die Recherche stehen eine Reihe von Archiven zur Verfügung. Hier eine kleine Auswahl davon:

Recherchen nach Holocaust Opfern:

Bundesarchiv - Recherche oder Gedenkbuch - Bundesarchiv

Projekt Stolpersteine oder Kirchenkreis   (Zehlendorf/Teltow)

Brandenburgisches Landeshauptarchiv (Potsdam) (= Archiv der Finanzamtakten von Emigrierten und Deportierten)

Yad Vashem  (Israel)

centrum judaicum  (Berlin)

www.joodsmonument.nl  (Amsterdam)

www.bterezin.org.il/site/index.asp (= Ghetto Theresienstadt & “relatives search”)

www.holocaust.cz/en/main  - Theresienstadt Sterbeurkunden

Internat. Suchdienst   (Bad Arolsen)

Foren für (jüdische) Familienforschung (Genealogie):

www.jewishgen.org (= Jewish Genealogy, Family Finder)

http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/ (= Archiv des »Aufbau«, jüdische Zeitung in New York)

Projekt Heart - http://www.heartwebsite.org/ArchivalResearch.aspx  (Israel)

search.ancestry.de (= Familienforschungsplattform, z.B. mit Auswandererlisten)

Movinghere - movinghere.org.uk/search/default.asp  - für diejenigen, die nach England kamen.

www.london-gazette.co.uk  - (London); da kann man oft Einbürgerungen und  Ankündigungen finden.

Allgemeine Berliner Recherchen als Ergänzungen u. ä.:

 Landesarchiv Berlin

 Ev. Landeskirchliches Archiv in Berlin

 Berliner Adressbücher

 Berliner Straßenlexikon

Letzte Änderung am: 30.08.2017