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Geschichte der Gemeinde

Schlachtensee entstand um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert als villenartig bebauter Vorort von Berlin und gehörte zunächst zur Gemeinde Zehlendorf. In dem ausgedehn­ten Waldgebiet gab es zuvor nur einige Fischer und verstreute Höfe. Die systematische Erschließung des Gebietes links und rechts der verkehrstechnisch bedeutsamen Potsdamer Chaussee und der Bau der Wannsee-Bahn führten zu einem starken Be­völkerungswachstum. Die alte Zehlendorfer Dorfkirche und auch die 1905 neu errichtete Paulus-Kirche reichten für die wachsende Gemeinde nicht mehr aus.

Vom Kaiserreich bis zum Ende des NS-Reiches und zum Neubeginn danach 1907 - 1948

1907

Die Zehlendorfer Gemeinde bildet in Schlachtensee einen eigenen Pfarrbezirk. Pfarrer Wilhelm Anz wird zum ersten Schlachtenseer Pfarrer berufen (zuvor Pfarrer in Windhuk). An seiner Seite kommt Schwester Erna Holzmann in die Gemeinde. Versammlungsort der Gemeinde ist eine Schulbaracke in der Eitel-Fritz-Straße.

1911

Im Jahr 1910 hatte sich ein Kirchbauverein gebildet, der für „eine würdige innere Ausstattung des Gotteshauses“ gesammelt hat. Die Kosten für den Bau von Kirche, Konfirmandensaal und Pfarrhaus betrugen 144.000 Mark; zu den Kosten des Baugrundstücks hat die Kommune die Hälfte beigetragen.

Am 25. Juni wurde der Grundstein gelegt für die Johanneskirche. Architekt: Regierungsbaumeister Büttner

22.9.1912

Einweihung der Johanneskirche durch Generalsuperintendent Händler.

1914 - 1918

Pfarrer Anz wird Feldprediger. Pfarrer Stosch aus Wannsee vertritt ihn.

1927

Das ehemalige Schulhaus am Dubrowplatz wird Gemeindehaus

1933

Kirchenwahlen: Die Mehrheit im Gemeindekirchenrat der Zehlendorfer Gemeinde steht den Deutschen Christen nahe. Pfarrer Anz bleibt neutral. In Schlachtensee bildet sich eine von den Pfarrern unabhängige Bekenntnisgemeinde (BK) - u.a. mit der Gemeindehelferin Hanna Reichmuth.

1938

Pfarrer Anz geht in den Ruhestand.Das deutsch-christliche Konsistorium favorisiert als Nachfolger Dr. Walter Augustat. Er war zuvor im Schuldienst und ist Mitglied der NSDAP.

1945

Kurz vor Kriegsende sterben die Kindergartenleiterin und einige Kinder in einem Splittergraben auf dem Dubrowplatz. Das Kirchendach wird beschädigt. Dadurch wird auch die Orgel zerstört.

1947

Pfarrer Augustat erhält wegen seiner Mitgliedschaft in der NSDAP von den Alliierten Berufsverbot. Das Konsistorium setzt Johannes Jänicke – aus Ostpreußen ausgewiesen - kommissarisch zum Pfarrer ein.

Prof. Heinrich Vogel bekommt einen Predigtauftrag und behält ihn bis 1974.

Von der Teilung Deutschlands bis zum Mauerbau 1949 – 1961

1949

Durch Teilung der Gemeinde Zehlendorf wird Schlachtensee am 1. April eine selbständige Gemeinde. Der neue Superintendent von Zehlendorf, Walter Hildebrand, wird Pfarrer in Schlachtensee.

1950

Der bisherige Jugendpfarrer von Zehlendorf, Hellmuth Linke, wird zweiter Pfarrer in Schlachtensee. Mit ihm kommt Schwester Hildegard Kunert in die Gemeinde.

1950 – 1952

Die amerikanische Theologin („Vikarin“) Mary Heilner wird von ihrer Heimatgemeinde Westfield (Episkopal Church USA) nach Berlin entsandt, um im Flüchtlingslager Düppel mit Kindern zu arbeiten. Sie schlägt eine Brücke zur Gemeinde Schlachtensee.

1953

Die Gemeindehelferin Hanna Reichmuth geht in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin ist Ruth Balzer.

1957

Unter der Initiative von Pfarrer Linke wird der Innenraum der Johanneskirche neu gestaltet (Architekt: Günter Behrmann; Kirchenfenster: Erich-Otto Köpke). Die Kirche erhält anstelle der im Krieg eingeschmolzenen Glocken ein neues Geläut.

1958

Pastor Dr. Manfred Karnetzki, der einen Seelsorgeauftrag im Lager (für „Zonen“-Flüchtlinge) in Düppel hatte, vertritt über mehrere Monate Pfarrer Linke, der in dieser Zeit eine Fortbildung macht.

1960

Das Mahnmahl wird eingeweiht (Gestaltung: Gunter Otto) und die Mahnmahlstiftung gegründet. Zuvor hatte die Erwähnung der „ermordeten Juden“ einen Konflikt in der Gemeinde und im Gemeindekirchenrat ausgelöst.

Superintendent Hildebrand geht in den Ruhestand. Dr. Manfred Karnetzki wird kommissarischer Pfarrer.

Kalter Krieg und unruhige Jugend 1961 – 1974

1961

Die Superintendentur wird in die Paulusgemeinde verlegt. Manfred Karnetzki wird neben Hellmuth Linke zum Pfarrer in Schlachtensee gewählt

Ökumenische Bibelwoche mit Pfarrer Siem (Indonesien), Pfarrer Happel (Frankreich), Paul Cates (USA) und Prof. Vogel.

Seit 1962 regelmäßige Gottesdienste der Jugend – z.T. mit Dialogpredigten.

1963

Das neue Gemeindehaus und das Mary-Heilner-Heim für die Jugendarbeit werden eingeweiht. (Architekt: Günter Behrmann ).

Beginn der Schlachtenseer Abende mit Senator Carl-Heinz Evers. „Die mitmenschliche und politische Erziehung in der Schule“.

Die junge Gemeinde führt zum Gedenken an den deutschen Widerstand im Gemeindehaus das Theaterstück „Das Bild des Menschen“ von Frank Lothar auf. Dazu spricht Pfarrer Dr. Harald Poelchau.

1964

Erste Fahrt der Jungen Gemeinde nach Prag, Theresienstadt und Lidice.

An zwei Wochenenden finden „Bibeltage“ statt, die einerseits der Begegnung mit der Synagoge und zum anderen der Auseinandersetzung mit dem Thema „Der verwaltete Mensch“ aus biblischer Sicht dienen.

1965

Vortragsreihe von Pfarrer Karnetzki zur Einführung in Fragestellungen und Einsichten der „modernen Theologie“ ( Neues Testament ).

Aus der CSSR kommt unter der Leitung von Prof. Bic eine Gruppe von Theologen verschiedener Konfessionen zu Besuch.

1966

Die neue Orgel wird eingeweiht.

1967

Der von dem – inzwischen als Stasi-Spitzel entlarvten - Polizisten H. Kurras erschossene Student Benno Ohnesorg wird aufgebahrt und durch Wilmersdorf und Zehlendorf zum Kontrollpunkt Dreilinden gefahren. Pfarrer Linke fordert die Gemeinde auf, diesen Weg solidarisch zu säumen.

1968

Rechtsanwalt Manfred Roeder wird zum Ältesten gewählt. Zuvor hatte der CDU-Abgeordnete Wolfgang Werth alle wahlberechtigten CDU-Mitglieder in Schlachtensee aufgefordert, „konservativ eingestellte Kandidaten“ zu wählen, die „gegen ein politisches Mandat der Kirche“ sind. Manfred Roeder gehört der CDU an. Außerdem vertritt er die Position der „moralischen Aufrüstung“.

Im Gemeindehaus findet der erste terre-des-hommes-Basar statt. Charlotte Neumann gibt den Anstoß dazu.

Ab 1969

finden jährlich Gemeindeseminare zu theologischen und gesellschaftspolitischen Fragen statt.

1970

führt das Gemeindeseminar zum Thema „Alt werden“ zur Gründung des Altenclubs am Mexikoplatz. In ökumenischer Zusammenarbeit mit der katholischen Nachbargemeinde bietet eine Gruppe Ehrenamtlicher in einem umgewandelten Ladenlokal einen Anlaufpunkt für die alten Menschen der Umgebung, um sich zu treffen und künstlerisch zu betätigen.

Neue Formen des Konfirmandenunterrichts werden entwickelt. Dazu gehören die Beteiligung von jugendlichen Teamern und ein Industrieseminar in Salzgitter.

Ein großes Seminar mit Elterninitiativen und Familienwohngemeinschaften zum Thema „Das Kind und seine Erziehung“ hat die Gründung eines Miniclubs im Mary-Heilner-Heim als Alternative zum Kindergarten zur Folge.

1971

Aus einer Informationsveranstaltung zur Planung eines Wohngebiets in Düppel-Nord mit Vertretern des städtischen Erziehungsheims Jugendhof und der Senatsverwaltung für Bau und Wohnen führt zu einer Bürgerinitiative mit dem Ziel, den Jugendhof in die Siedlungsplanung zu integrieren.

1972

Zum 60. Kirchweihfest findet eine Festwoche statt – u.a. mit einer Kunstausstellung Schlachtenseer Maler.

Pastor Jürgen Kleiner bekommt vom Kirchenkreis einen Seelsorgeauftrag im Jugendhof und begleitet die Jugendarbeit der Gemeinde; u.a. den Jugendclub „Katakombe".

Von der RAF-Krise der Bundesrepublik Deutschland bis zum Ende des kalten Krieges 1974 - 1990

1974

Pfarrer Hellmuth Linke geht in den Ruhestand.

Heinrich Albertz wird Pfarrer in Schlachtensee. Er war Innensenator und 1966/67 Regierender Bürgermeister von Berlin. Infolge der Unruhen nach dem gewaltsamen Tod von Benno Ohnesorg war er von seinem Amt zurückgetreten und Pfarrer in Gropiusstadt geworden.

Am Heiligen Abend wird der im Fernsehen übertragene Gottesdienst mit Pfarrer Albertz von RAF-Sympathisanten (RAF= Rote Armee Fraktion) gestört.

1975

Unmittelbar nach dem Sonntagsgottesdienst am 2. März bereitet sich Heinrich Albertz darauf vor, die freigepressten RAF-Häftlinge auf ihrem Flug nach Aden zu begleiten, um den von der RAF entführten CDU-Politiker Lorenz zu befreien. Nach der Rückkehr aus Aden kann er am 9. März Peter Lorenz im Gottesdienst begrüßen.

Rolf Thoma wird dritter Gemeindepfarrer in Schlachtensee.

Don und Ann McCord verlassen Berlin und kehren in die USA zurück. Pastor Lothar Wittkopf übernimmt von Pastor Jürgen Kleiner die Seelsorge im Jugendhof und ist in der Jugend- und Konfirmandenarbeit der Gemeinde tätig.

1976

Im Anschluss an seinen Vortrag zum Thema: “Wer schützt unsere Verfassung“ gründet Heinrich Albertz einen Arbeitskreis für demokratische Rechte (gegen Berufsverbote).

Erste Polenreise der Gemeinde (Stettin, Danzig, Warschau).

Seit dem Gottesdienst zum ersten Advent feiert die Gemeinde in jedem Sonntagsgottesdienst das Abendmahl

1977

Der Gemeindekirchenrat öffnet den Studierenden der Evangelischen Fachhochschule das Gemeindehaus für eine Hungeraktion im Protest gegen ihren Rektor.

1979

Pfarrer Heinrich Albertz geht in den Ruhestand, bleibt aber Prediger in Schlachtensee. Lothar Wittkopf tritt seine Nachfolge im Pfarramt an.

1982

Lothar Wittkopf wird Landesjugendpfarrer.

1983

Martina Gern wird als Nachfolgerin von Lothar Wittkopf als erste Frau Inhaberin einer Pfarrstelle in Schlachtensee.

1986

Pfarrer Manfred Karnetzki wird Studienleiter der Evangelischen Akademie und Direktor des Evangelischen Bildungswerkes in Berlin (West).

1988

Pfarrerin Martina Gern wird Superintendentin in Berlin-Tiergarten.

1989

Dr. Hartmut Lucas tritt die Nachfolge von Martina Gern als Pfarrer in Schlachtensee an.

Aufgabe des Gemeindehauses am Ilsensteinweg und Errichtung des Gemeindezentrums Johanneskirche 1990 - 2000

1990

Der GKR stellt das Bauvorhaben Gemeindezentrum Schlachtensee vor: das Gemeindehaus mit Mary-Heilner-Heim im Ilsensteinweg 19 – 25 soll aufgegeben werden, auf dem Gelände neben der Kirche sollen zusätzliche Gemeinderäume errichtet werden.

Im Juni 1990 besucht eine Gruppe zum erstenmal Wolgograd auf der Grundlage des Partnerschaftsvertrags zwischen dem Kirchenkreis Zehlendorf und dem Bezirk Zentrum in Wolgograd mit mehreren Schlachtenseer Gemeindegliedern.

1991

Tägliche Friedensgebete anlässlich des Golfkriegs in der Johanneskirche.

8. September: Während eines 3-tägigen Aufenthalts bereitet sich eine amerikanische Reisegruppe mit Don McCord aus Oak Park auf den Russland- und Wolgograd-Aufenthalt in Schlachtensee vor. Am Sonntag ökumenischer Gottesdienst (Predigt Don McCord) mit Chor KANTOR aus Wolgograd und Gästen aus Südafrika.

Charlotte Neumann, Kreiskatechetin, Gemeindeälteste, Initiatorin des Schlachtenseer terre-des-hommes-Basars stirbt 90-jährig

1992

Die Friedensgruppe legt ihren Schwerpunkt auf die Situation der Ausländer in Zehlendorf

Seit August 1992 lebt eine vierköpfige muslimische Familie aus Sarajewo bei einer Schlachtenseer Familie zu Gast. Nachdem sie eine eigene Wohnung gefunden hat, kommt die Gemeinde weiter für Wohnung und Lebensunterhalt der Familie auf (Sammlung erbringt 30.000 DM)

Kammerchor Schlachtensee unternimmt eine einwöchige Konzert- und Begegnungsreise nach Wolgograd

1993

Heinrich Albertz, der von 1974 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1979 Pfarrer in Schlachtensee war und bis 1986 einen Predigtauftrag hatte, stirbt am 18. Mai. Am 5. Juni findet ein Gedenkgottesdienst in der Johanneskirche statt, in dem Walter Jens die Predigt hält.

Wolgograder Sozialarbeiter absolviert 3-monatiges Praktikum in der Jugendarbeit der Gemeinde.

Die Gemeinde überträgt das Grundstück Ilsensteinweg 14, das bisher als „Waldspielplatz“ von der Kindertagesstätte genutzt wurde, in Erbpacht an die Hilfswerksiedlung. Sie errichtet darauf Wohnungen im Sozialen Wohnungsbau (einschließlich einer behindertengerechten Wohnung) und einen Spielplatz, der während der Öffnungszeiten von der Kita genutzt werden kann.

Zwei Zivildienstleistende beginnen ihren einjährigen Dienst in der Gemeinde, einer mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit, einer in der Kita.

In der Adventszeit beginnen „Kleinkinder-Gottesdienste“, die in enger Zusammenarbeit von Pfarrer Lucas und den Erzieherinnen des Kindergartens geplant werden und zunächst vierzehntäglich, später monatlich an einem Donnerstag Morgen in der Kirche stattfinden.

1994

Die Gemeinde beteiligt sich an der Aktion „Warmes Essen“ für Obdachlose und andere Bedürftige, das von evangelischen und katholischen Gemeinden, dem Bezirksamt Zehlendorf und weiteren karitativen Einrichtungen in der Pauluskirche eingerichtet wurde und montags, mittwochs und freitags von 12 – 14 Uhr kostenlos ein warmes Essen ausgibt.

1. Besuch von Prof. Sumaja Farhat-Naser aus Bir Seit in Schlachtensee. Die Frauengruppe der Gemeinde bereitet sich daraufhin auf einen Besuch in Israel/Palästina vor, der 1996 stattfindet.

Am 1. März bezieht ein palästinensisches Ehepaar mit vier Kindern das nach dem Dienstende des Hausmeister des Gemeindehauses leer stehende Haus für zwei Jahre.

Der GKR beschließt die Renovierung der Kirche und den Neubau des Gemeindezentrums im Rahmen des Kirchlichen Investitionsprogramms.

1995

Am 8. Mai feiern Vertreter der Gemeinden Bornstedt und Bredereiche, die unseren Mahnmaltext übernommen haben, einen gemeinsamen Gottesdienst in Erinnerung an die 50. Wiederkehr des Kriegsendes in Schlachtensee

Am 7. August stirbt Dr. Werner Tang, langjähriger Ältester, von 1986 -1989 Vorsitzender des GKR, Kreissynodaler und Mitglied des Kreiskirchenrats, Mitbegründer des Altenclubs am Mexikoplatz

Am 1. Dezember übernimmt Pfarrer Thoma nach 20 Dienstjahren in Schlachtensee ein Pfarramt in der Martin-Luther-King-Gemeinde.

Peter Martins kommt als Pfarrer im Entsendungsdienst nach Schlachtensee.

1996

Am 1. März wird das von der Hilfswerksiedlung erbaute Haus im Ilsensteinweg 14 bezogen (dem ehemaligen Waldspielplatz der Kita am Dubrowplatz).

Veranstaltung über „Guernica und die Geschichte der Namensgebung der Spanischen Allee“ im Gemeindehaus führt zur Benennung des „Guernicaplatzes“ an der Kreuzung Spanische Allee, Breisgauer Straße, Tewsstraße.

Mitglieder des GKR besuchen nach vorheriger Ankündigung die Bewohner der neu bezogenen, ehemals amerikanischen Wohnungen.

Nach der Gemeindeveranstaltung„Sterbebegleitung und Trauer“ bildet sich die Trauergruppe.

1997

Am 1.April kommt Kristina Westerhoff als Pfarrerin im Entsendungsdienst nach Schlachtensee, Peter Martins wird Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Ev. Theologie der FU.

Die Kreissynode beschließt auf der Tagung in Schlachtensee am 9. August die Fusion des Kirchenkreises Zehlendorf mit den nördlichen Gemeinden des Kirchenkreises Teltow.

In der Arbeitsgruppe „Erneuerung der Kirche“ beim 85. Kirchweihfest entsteht ein Kreis, der sich zum monatlichen Fürbitt-Gebet in der Kirche trifft.

Kita-Eltern verkaufen selbstgebundene Adventskränze zu Gunsten des Kindergartens in Phepeni/Südafrika. (Das wird in den folgenden Jahren fortgesetzt.)

1998

Das Gemeindehaus-Grundstück Ilsensteinweg wird für 5.250.000 DM verkauft; 1.000.000 DM des Erlöses geht entsprechend der Verabredung mit der Landeskirche an das neue Gemeindezentrum in Karow-Nord. Der Kirchturm wird für 540.000 DM, die vom Kirchenkreis getragen werden, saniert. Die Kosten für Sanierung der Kirche und Umbau des Pfarrhauses werden mit 4.800.000 DM veranschlagt.

Am 28. Juni nimmt die Gemeinde mit einem Fest Abschied vom Gemeindehaus, das Ende Juli geräumt werden muss.

Im September beginnen die Bauarbeiten an der Außenfassade der Kirche und im Pfarrhaus. Die Gemeindearbeit wird in das Haus Bogotastr. 15 ausgelagert. Die Sanierung des Innenraums der Kirche beginnt nach Weihnachten.

Der Gemeindekindergarten am Dubrowplatz feiert sein 60-jähriges Bestehen.

Vom 17. Januar bis zum 6. Juni werden die Gottesdienste im Berufsbildungszentrum Kirchblick 5 – 7 abgehalten, am 13. Juni wird in der sanierten Kirche der erste Gottesdienst mit einer Konfirmation gefeiert.

Am 1. April ist die Evangelische Kirchengemeinde Schlachtensee 50 Jahre selbständig.

Die langjährige Küsterin Ruth Balzer stirbt.

Am Reformationstag wird die auch mit Spenden aus Schlachtensee erbaute Kirche der Partnergemeinde Giyani im Kirchenkreis Mphome/Südafrika eingeweiht; Pfarrerin Westerhoff und die Älteste Friederike Wehnert nehmen an der Feier teil.

Die Gemeinde nimmt ihr neues Zentrum Johanneskirche in Besitz und füllt es mit Leben

2000

Seit dem 2. April findet der „Gottesdienst für Kinder“ jeweils am 1. Sonntag des Monats um 11.30 Uhr statt, an den übrigen Sonntagen ist „KinderBibelZeit“ parallel zum Gottesdienst.

Am 16. April wird das Gemeindezentrum mit Festgottesdienst, Predigt Bischof Huber, eröffnet. Es schließt sich ein Gemeindefest an, das mit der Aufführung der Matthäuspassion von Heinrich Schütz endet.

Anneliese Jordan, Kirchenälteste von 1957 – 1968, gestorben

2001

Am 24. September wird Kristina Westerhoff zur Pfarrerin in Schlachtensee gewählt.

2003

Pfarrer Lucas lädt einmal im Monat zu einem offenen Nachmittag für Menschen in der 2. Lebenshälfte ein: Unter dem Thema „Ansichten“ stellt er Personen und Ereignisse des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens vor.

Ab 26. März Friedensgebete in der Johanneskirche anlässlich des 2. Irakkrieges

Eine neu gegründete Gruppe „Abenteuer Kirche" für Kinder von 8 – 12, trifft sich unter Leitung von Uli Hansmeier.

Am Reformationstag wird zum ersten Mal in der Johanneskirche Goldene Konfirmation gefeiert (für die Jahrgänge 1949 bis 1953)

2004

Am 18. Mai erhält der Platz vor der Johanneskirche den Namen „Heinrich-Albertz-Platz“. Die Platzbenennung beginnt mit einer Andacht, in der Bischof Huber und Bürgermeister Wowereit Ansprachen halten.

2005

Christa Anton, lange Jahre im Kindergottesdienst, GKR und im Förderungsverein tätig, gestorben.

Der Kirchenmusiker Wolfdietrich Stephan wird nach fast 23 Jahren als Kantor in Schlachtensee verabschiedet.

Die Altenarbeiterin Almut Mandel scheidet aus dem Dienst der Gemeinde; Ehrenamtliche übernehmen die von ihr bisher betreuten Arbeitsbereiche.

Der Kirchenmusiker Stephan Rauh wird im September Leiter des Großen Chors und des Collegium Vocale.

Das „Forum Brückenbildung“ geht in der „Literarischen Teestunde“ auf. Sie lädt zu monatlichen Treffen zu Literatur und Gespräch ein.

Am Reformationstag feiern die Jahrgänge 1954/55 Goldene Konfirmation.

2006

Pfarrer Dr. Hartmut Lucas wird Direktor im Amt für Kirchliche Dienste. Er wird im Gottesdienst am 28. Mai verabschiedet.

Am 3. September wird nach einem langen Diskussionsprozess eine neue Gottesdienstordnung eingeführt.

Am 1. Oktober beginnt Pfarrer Alexander Tschernig seinen Entsendungsdienst in der Gemeinde.

Die Tradition des Kirchencafés wird wieder aufgenommen. Es findet an jedem 3. Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst im Mahnmalraum statt.

Am 6. Juni läuten die Glocken „8 Minuten für Gerechtigkeit“ anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm.

Pfarrer Tschernig versammelt, unterstützt von Regine Kroschel, Jugendliche zur „Jungen Gemeinde“.

Edith Pinzger, Mitglied des Kreiskirchenrats, Teilnehmerin an der Bibelstunde und im Mütterkreis, feiert ihren 100. Geburtstag am 9. September in der Gemeinde. Sie stirbt im Dezember.

Für Kinder über 8 Jahre wird die SchülerBibelZeit an jedem 2. Sonntag des Monats parallel zum Gottesdienst eingeführt.

2008

Anna Aders, seit Jahrzehnten aktives Gemeindeglied, feiert am 6. Januar ihren 100. Geburtstag in der Gemeinde.

Pfarrerin Westerhoff verbringt ihren Studienurlaub in London; sie forscht über jüdische Überlebende und Flüchtlinge des Holocaust in England.

Zum 1. August überträgt die Gemeinde die Trägerschaft der Kindertagesstätte an die „Leben mit Kindern gGmbH“.

Der seit 50 Jahren mit der Gemeinde verbundene Pfarrer Dr. Manfred Karnetzki stirbt am 24. Dezember, die Trauerfeier findet am 8. Januar in der Johanneskirche statt.

2009

Am 26. April wird Pfarrer Tschernig zum Ende seiner Entsendungsdienstzeit in Schlachtensee im Gottesdienst mit anschließendem Empfang verabschiedet. Er übernimmt eine Pfarrstelle in der Epiphaniengemeinde in Charlottenburg.

Manon Althaus wird am 1. November Pfarrerin in Schlachtensee; sie wird im Gottesdienst am 13. Dezember feierlich eingeführt.

2010

Hildegard Hagen, Religionslehrerin von Generationen von Schlachtenseer Schülerinnen und Schüler, stirbt im Alter 89 Jahren.

Im April feiert der Gottesdienst für Kinder 10-jähriges Bestehen.

Unter dem Motto „Kunst und Kaffee“ bietet eine kleine Gruppe aus dem GKR monatlich eine Museumsexkursion mit anschließendem Cafébesuch an.

Pfingsten nimmt die Gemeinde mit einem bunten Programm an der „Nacht der Offenen Kirchen“ teil.

Mitglieder der Jungen Gemeinde beteiligen sich an einem Projekt über das „Displaced Persons“-Lager.

Zum ersten Mal findet in der Adventszeit an zwei Tagen in der Woche der „Lebendige Adventskalender“ statt.

Am 1. Dezember erscheint die Webseite der Gemeinde in neuem Gewand unter www.gemeinde-schlachtensee.de.

Die weihnachtliche Sammlung „Brot für die Welt“ findet in unserer Gemeinde zum ersten Mal für ein bestimmtes Projekt statt: für den „Zirkus der Zuversicht“ in Südafrika. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben das Projekt ausgesucht und stellen es im Gottesdienst am 1. Advent vor.

Das Collegium Vocale führt unter Leitung von Stefan Rauh in drei Kantaten-Gottesdiensten nach Weihnachten die Kantaten 4 -6 des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach auf.

Jahresthema im Gemeindeblatt 2011: „Wo mein Herz brennt“ - Christen engagieren sich.

2011

Die Kirchenmusikerstelle (50% B) wird im April mit Igor Schestajew besetzt.

Die Martin-Luther-Kantorei aus Südafrika kommt für 4 Tage nach Schlachtensee und gibt ein Konzert in der Johanneskirche.

Die monatlichen Veranstaltungen im Jahr 2011 behandelten folgende Themen:

Wie alles begann -  Kirchbau in Schlachtensee

Sommer, anschließend Eröffnung einer Fotoausstellung „100 Jahre Gemeinde in Schlachtensee“

Bekennende Kirche im Südwesten von Berlin zur NS-Zeit

Unsere Nachbarn - verfolgt als Juden

„Zukunft ist Erinnerung“ - von Jugendlichen der Gemeinde gestalteter Gottesdienst - Verlegung eines Stolpersteins vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Strassmann

Gemeinde nach dem Krieg – Hellmuth Linke

Gemeinde in der Welt - Manfred Karnetzki

Zum 1. Juli geht die langjährige Küsterin Rita Schüßler in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird Saskia Karas.

Am Bußtag beschäftigen sich 130 Schülerinnen und Schüler der Johannes-Tews-Grundschule einen Vormittag lang im Gemeindezentrum mit der Geschichte vom verlorenen Sohn.

Der „Lebendige Adventskalender“ findet in der Adventszeit an drei Abenden in der Woche statt.

Im Gottesdienst am 3. Advent wird die Festschrift zum Jubiläum der Johanneskirche der Gemeinde vorgestellt. Sie enthält Dokumente aus der Baugeschichte, Predigten und Fotos der Kirche und ihrer Pfarrer.

Bei dem großen Taizé-Treffen vom 28. Dezember bis zum 1. Januar hatte die Gemeinde 180 Gäste aus 9 Ländern und erlebte mit ihnen im Messegelände und in Kirche und Gemeindehaus eine bewegende und fröhliche Zeit.

Jahresthema 2012 im Gemeindeblatt: „100 Jahre Johanneskirche“

2012

Die monatlichen Veranstaltungen  zum Festjahr werden fortgesetzt:

Gemeinde als politischer Ort  - Heinrich Albertz

Großes Festmahl - Geburtstagsfeier mit festlichem Essen und Unterhaltungsprogramm in der Kirche

Ökumene und Schlachtensee

Gemeinde auf dem Weg - Gespräch der Pfarrerinnen  Kristina Westerhoff und Manon Althaus mit ihren Vorgängern Rolf Thoma, Lothar Wittkopf, Martina Gern und Hartmut Lucas

Die Fenster der Johanneskirche

Familien- und Kinderfest mit Kindergarten, Abenteuer Kirche, Kinderchor, KinderBibelZeit

Festkonzert mit dem Chor der Johanneskirche am Vorabend des Kirchweihtages

Festgottesdienst am 23. SeptemberPredigt: Bischof Markus Dröge, mit anschließendem  großen Gemeindefest

Im März findet mit der katholischen Nachbargemeinde die Ökumenische Bibelwoche „Tränen und Brot“ statt.

Die Kinder von Abenteuer Kirche fahren mit Pfarrerin Westerhoff nach Hamburg und führen im Gottesdienst das selbst erarbeitete Stück „Dunkle Träume“ auf.

Am 1. November beginnt Ronja Jahr als Jugendmitarbeiterin in der Seenregion, die von den Gemeinden Nikolassee, Schlachtensee und Wannsee gebildet wird.

Der „Lebendige Adventskalender“ findet in der Adventszeit an fünf Abenden in der Woche statt.

Hellmuth Linke, von 1959 bis 1974 Pfarrer in Schlachtensee, stirbt 99-jährig am 14. Dezember; die Trauerfeier findet am 28. Dezember in der Johanneskirche statt.

Jahresthema 2013 im Gemeindeblatt: „Evangelische Kirchen in Berlin“

Bearbeiter:

1908 bis 1989: Pfarrer Dr. Manfred Karnetzki

1990 bis 2012: Gisela Krehnke

Letzte Änderung am: 29.06.2016